Aktuell

Nachrichten aus MV

Reeder sollen künftig den Kohlendioxid-Ausstoß ihrer Schiffe für Reisen von oder nach Europa melden. Die Botschafter der Mitgliedstaaten der Europäischen Union stimmten am Mittwoch in Brüssel für die Pläne. Zuvor hatten sich Unterhändler der EU-Staaten und des Parlaments im Grundsatz auf die neuen Regeln geeinigt. Sie sollen ab dem 1. Januar 2018 für große Schiffe gelten, die auf dem Weg zum Hafen eines EU-Landes sind oder von dort kommen. Ausnahmen soll es etwa bei Kriegs- oder Fischereischiffen geben. Das EU-Parlament muss der Vereinbarung mit den EU-Staaten allerdings noch formell zustimmen.
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Der Schweriner Verein «Die Platte lebt» ist am Mittwoch in Berlin mit dem Regine-Hildebrandt-Preis der SPD ausgezeichnet worden. Er teilt sich die mit 20 000 Euro dotierte Auszeichnung mit der «Frauenbrücke Ost-West» in Emsdetten (Nordrhein-Westfalen). Der Verein «Die Platte lebt» wurde vor zehn Jahren gegründet und kümmert sich um ein reges Leben im größten Schweriner Plattenbaugebiet, dem Dreesch mit 23 000 Einwohnern. Er organisiert Kinderfeste und Trödelmärkte, unterhält einen Stadtteiltreff und koordiniert Aktivitäten mit anderen Vereinen. Auch der Runde Tisch Soziales ist eine Initiative von «Die Platte lebt».
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Die Polizei in Schwerin warnt vor einem Betrüger, der sich als Beamter des Bundeskriminalamtes ausgibt. Hintergrund der Warnung ist ein Fall, bei dem der Täter am Dienstag versuchte, eine ältere Frau hinters Licht zu führen. Wie die Polizei mitteilte, befragte der angebliche BKA-Beamte die Seniorin zu einem Gewinnspiel, an dem sie jüngst teilgenommen hatte. Er behauptete, die Gewinnspielfirma sei wegen Betruges unter Beobachtung der Polizei und diese bräuchte nun die Hilfe der Frau, um die Bande zu überführen. Dazu solle sie zum Schein auf Geldforderungen der Gewinnspielfirma eingehen, forderte der Betrüger sein Opfer auf. Das Geld bekomme sie später von der Polizei zurück.
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Acht Denkmal-Eigentümer und 23 Firmen in Mecklenburg-Vorpommern sind mit dem Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege ausgezeichnet worden. Die Handwerksbetriebe erhielten Ehrenurkunden, die privaten Denkmal-Eigentümer teilen sich 15 000 Euro. Der von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks gestiftete Preis wird jährlich in zwei Bundesländern verliehen. In diesem Jahr sind das Mecklenburg-Vorpommern und Hessen.
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Sachsen-Anhalts ehemaliger Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) hat sich gegen einen Schlussstrich unter das Stasi-Kapitel ausgesprochen. «Keiner wird den Vorschlag machen, die Stasi-Unterlagen-Behörde ohne weiteres aufzulösen», sagte Böhmer in einem Interview der Wochenzeitung «Die Zeit». Die Behörde diene der politischen Bildung und der Aufarbeitung der Vergangenheit.
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Die Schulen in freier Trägerschaft haben sich durchgesetzt: Mecklenburg-Vorpommerns Schulgesetz wird in ihrem Sinne wohl noch im Dezember geändert. Der Gesetzgeber korrigiert damit Mittelbeschneidungen und zusätzlichen Verwaltungsaufwand, die eine Verordnung des Bildungsministeriums mit sich gebracht hatte. Gegen die Verordnung hatte es massive Proteste von Schulträgern, Eltern und Schülern gegeben.
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Die Zeit der Weihnachtsmärkte gilt als Hochsaison für Taschendiebe. «Überall, wo viele Menschen dicht an dicht stehen oder sich eng aneinander vorbei bewegen, sehen Taschendiebe ihre Chance», warnte das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern am Mittwoch an seinem Sitz in Rampe bei Schwerin.
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Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) ist Befürchtungen in der Union entgegengetreten, eine Integration des Solidaritätszuschlags in die
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Der Verein Junge Europäer in Demmin startet zum zweiten Mal seine Aktion «1000 Adventskerzen für Kinder in Not». Am Donnerstag laden Schüler zwölf Paletten mit Präsenten in einen Lastwagen, den eine humanitäre Hilfsorganisation aus den Niederlanden bereitstellt, wie Vereinschef Siegfried Logall sagte. Die Geschenke seien Spenden von Unternehmen in Deutschland.
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Ein weiterer Zugbetrieb auf der Südbahn zwischen Parchim (Kreis Ludwigslust-Parchim) und Malchow (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) wird nach dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember immer unwahrscheinlicher. Das Schweriner Verwaltungsgericht werde die Hauptklage gegen die Zugeinstellung durch das Land nicht mehr vorher verhandeln und entscheiden, erklärte ein Gerichtssprecher am Mittwoch in Schwerin. Auch beim Oberverwaltungsgericht in Greifswald, wo noch ein vorläufiger Eilantrag der Landkreise in der Sache anhängig ist, sei derzeit eine Entscheidung nicht absehbar. Bisher liege keine Beschwerdebegründung der Landkreise vor, sagte eine Sprecherin.
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